Freitag, 4. Januar 2008

MONA LISA SMILE-Julia als Kunsttussi

18. Oktober 2007:

Naja. Wollte was leichtes nebenbei gucken, was nicht soviel Konzentration erfordert. Das ist bei diesem Film auf alle Fälle ein erfülltes Kriterium. Und als gelernte Kunsthistorikerin fand ich ja allein die Erinnerung an die dunklen Hörsäle mit den Endlos-Dia-shows (ja, noch bevor Powerpoint Einzug hielt) sehr schön.

Julia Roberts
als Kunsttussi finde ich fast schon lustig - und da sie gern für sowas gecastet wird - ich sage nur: Oceans Eleven, oder Hautnah als Fotografin - kann sie inzwischen auch ganz überzeugend Kunstwerke anhimmeln. Vielleicht hat Frau Roberts in der Tat Ahnung davon, ich weiss es nicht.

Jedenfalls ist der Film ein weichgespültes Ding mit viel Julia_smile...gern kommentiert mit MONA LISAs Lächeln, ein bisschen "Club der toten Dichter" für girls. Aber nett gemacht. Frauen sollen selber denken, selbst entscheiden und sich nichts vorschreiben lassen. Ein Emanzenfilm.
Hat nun wieder meine spezielle Freundin Kirsten Dunst dabei, in der Zicken-Rolle. Dieser Typus Frau den sie so überzeugend spielt - seit Kindheit- scheint ihr sehr zu liegen. Ich kann si ejedenfalls nicht ausstehen - egal ob sie sich wandelt oder am Ende doch ganz nett ist...
Julia Stiles wiederum mag ich - nicht nur seit Bourne. Sie hat eine gewisse Schärfe, wenn es sein muss, sagt auch einen schönen Satz über die freie Wahl. Und ihre Rolle ist sympathisch.

Da aber der ganze Film eigentlich ganz kantenlos ist und die Probleme an den Frauen-Unis der 50er heutzutage recht fern liegen, kommt der Film dann doch belanglos daher. Oder aber ich verkenne die Zielgruppe, denn der Film wurde ja nicht für Europa gemacht, sondern für Amiland - und vielleicht gibt es dort auch heute noch solche Weibchenbrigaden, an die das gerichtet sein könnte.
Meine Erfahrung mit Amerika ist zwar eine andere, ich hab da viele schlaue Frauen getroffen, die nicht so dringend unter die Haube wollten -aber wer weiss.

Am besten, weil schön überdreht ist Marcia Gay Harden. Kaum wiederzuerkennen und ganz kraftvoll in dieser Rolle der alternden Jungfrau.
Maggie Gyllenhaal ist cool, wie immer. Man sieht sie zu selten. Ich finde sie herrlich. Schade nur, dass sie auch immer so auf Typ besetzt wird und selten so richtig was zu spielen kriegt.

Überraschend war schon beim ersten Mal der hübsche Auftritt von Tori Amos - singender Weise natürlich. Mit Bigband. Sehr schön im Bild und der Hinweis "tolle Band" kommt gleich 2 mal hintereinander im Film. da war wohl jemand fan.

Insgesamt ein netter Nachmittagsfilm mit ansehnlichen Damen und einer herzlichen Julia Roberts als Mona Lisa ... oder so.

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Best of Tori Amos:

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